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Dschungel-Lounge bei kidsReinisch mit Hängematten, Holzstämmen und Blick zum Eingang
Eltern-Wissen

Karies bei Kindern: früh erkennen, gelassen handeln

Karies gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter, und sie ist eine der wenigen, bei denen du im Alltag wirklich viel in der Hand hast. Hier erfährst du, wie sie entsteht, woran du sie früh erkennst und was tatsächlich vorbeugt.

Wie Karies entsteht

Karies hat wenig mit „guten" oder „schlechten" Zähnen zu tun und viel mit Bakterien und Zucker. Bakterien im Zahnbelag verwandeln Zucker aus Essen und Getränken in Säure, und die Säure löst Mineralien aus dem Zahnschmelz. Passiert das öfter, als der Speichel reparieren kann, entsteht erst ein mattweißer Fleck, später ein Loch.

Bei Milchzähnen geht das schneller: Ihr Schmelz ist dünner und weicher als bei bleibenden Zähnen, deshalb breitet sich Karies rascher aus. Früherkennung zählt hier also doppelt.

Warum Milchzähne wichtig sind
Apfel mit Biss auf dem Holztisch bei kidsReinisch
Entstehung

Gut zu wissen

Die Bakterien wandern oft ganz unbemerkt mit, etwa wenn Schnuller oder Löffel von Erwachsenen abgeleckt werden. Ein einfacher Hebel: eigenes Besteck fürs Kind.

Erkennen

Woran du Karies erkennst

Am Anfang steht meist ein mattweißer, kreidiger Fleck, oft am Zahnfleischrand. In diesem Stadium lässt sich noch viel erreichen, ohne zu bohren. Auch ein Kind, das nichts spürt, kann schon Karies haben. Genau dafür ist die Kontrolle da.

Mattweiße Flecken

Kreidig, oft am Zahnfleischrand. Frühestes Stadium, vieles noch ohne Bohren möglich.

Verfärbungen

Gelblich-braune bis dunkle Verfärbungen, oder raue Stellen, die sich mit der Zunge anders anfühlen als der Rest.

Löcher

Ein sichtbares Loch. Manchmal merkt man es auch daran, dass an einer Stelle wiederholt etwas hängen bleibt.

Empfindlichkeit

Bei Kaltem, bei Süßem oder beim Kauen.

Nuckelflaschenkaries: eine Form, der sich gut vorbeugen lässt

Ständiges Nuckeln an Fläschchen mit Saft, gesüßtem Tee oder auch Milch umspült die oberen Schneidezähne über lange Zeit mit Zucker, gerade beim Einschlafen. Die Folge ist eine typische, früh beginnende Karies an den Frontzähnen.

Der einfachste Hebel im Alltag ist Wasser in der Nacht. Und je früher die Flasche zur Tasse wird, desto besser für die Zähne.

Babyflasche und Kinderbecher auf dem Holztisch bei kidsReinisch
Vorsicht
Vorbeugen

Was wirklich vorbeugt

  1. Schritt 1:

    Zweimal täglich putzen, mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta

    Und mit Nachputzen durch dich, solange dein Kind noch nicht überall sicher hinkommt.

  2. Schritt 2:

    Zucker bündeln statt über den Tag verteilen

    Wichtiger als die Menge ist, wie oft Zucker kommt: einmal Nachtisch ist für die Zähne besser als fünfmal etwas Kleines zwischendurch. Zum Durstlöschen bleibt Wasser.

  3. Schritt 3:

    Regelmäßige Kontrollen

    Einen weißen Fleck, den wir früh sehen, können wir oft noch aufhalten. So bleiben kleine Dinge klein.

  4. Schritt 4:

    Was zusätzlich sinnvoll ist, hängt vom Kariesrisiko ab

    Bei tiefen Rillen in den Backenzähnen oder nächtlichen Fläschchen besprechen wir mit dir, ob Fluoridlack oder eine Versiegelung der Rillen dazukommt.

Wie das im Alltag gut klappt, steht bei Zähneputzen bei Kindern.

Und wenn es schon Karies ist?

Früh entdeckt, lässt sich Karies oft noch stoppen, bevor gebohrt werden muss. Ist schon ein Loch da, behandeln wir es kindgerecht: in kleinen Schritten, mit Pausen, in deinem Beisein. Das Kuscheltier darf mit. Was genau sinnvoll ist, hängt vom Zahn und vom Stadium ab, und das besprechen wir ehrlich mit dir, bevor wir anfangen. Und wenn dein Kind schon Angst vor dem Zahnarztbesuch hat, sag es uns vorher, dann richten wir den Termin danach aus.

So läuft der erste Besuch

Häufige Fragen

Sie können ein frühes Stadium sein, eine Entkalkung, und genau in diesem Stadium lässt sich oft noch viel ohne Bohren erreichen. Lass sie bitte anschauen.

Termin

Einen Fleck entdeckt, oder ist die letzte Kontrolle schon länger her?

Komm vorbei, wir schauen gemeinsam hin. In deinem Tempo, und du entscheidest mit, wie viel wir dabei erklären.